Bernhard Häussner
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Film ohne Frames

30.03.2009, 15:55

Ich hatte die Idee eine Animation zu kreieren, die nicht auf Frames basiert, sondern bei der ein Filmstreifen mit einer langen Graphik über einen Projektor läuft.

Eigentlich hat mich schon immer der Effekt interessiert wenn man im fahrenden Zug das Auf und Ab der Oberleitung bzw. früher der Telegraphenleitung beobachtet. Als Zugfenster habe ich jetzt einfach eine Projektionsfläche eingesetzt und als Telegraphendraht ein paar eher abstrakte Formen.

Da ich nicht Projektoren und Film zum Basteln da habe, und ich das auch gerne mit dem Computer ausgleiche, ist die Idee jetzt (vielleicht zunächst) am Computer entstanden.

Technische Umsetzung

Zunächst muss man dem Computer natürlich beibringen, welche Formen am Bildschirm vorbei ziehen sollen. Da die im Endeffekt vorbei laufende Bitmap eine Größe von 1280x191250=244M Pixel hat, was im RAM auf 2,1 GB hinaus läuft, habe ich in der Planungsphase das SVG-Format benutzt. Ich konnte also mit Inkscape schön die Formen konstruieren, während meine zurzeit 6 GB RAM nicht zu sehr belastet werden.

Als nächstes habe ich dann gleich die Einzelframes gerendert. Dazu habe ich mein altbewährtes SVG-Rendering-Script vom Bilder-Züchten in stark vereinfachter Form benutzt: Es hat nur die Aufgabe 6375 Mal den SVG-Viewport etwas nach unten zu rücken und den Frame von Inkscape rastern zu lassen.

Die Musik ist, wie man vielleicht hört, ziemlich experimentell. Sie ist komplett mit dieser Webseite gemacht. Das ganze habe ich dann noch mit MPlayer zusammengefügt:

mencoder "mf://frames/*.png" -mf fps=25 -o output.avi -ovc xvid -xvidencopts bitrate=5000 -oac mp3lame -audiofile musik.wav

Und so ist dann die oben zu sehende Animation entstanden.

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Mehr Pixel: HD

20.02.2009, 15:33

HD testing // Wittelsbacherplatz

In letzter Zeit habe ich mich wegen entsprechender Kamera und Bildschim ein bisschen in der HD-Welt umgesehen. Zuerst kam der Bildschirm, der nun full-HD anzeigen konnte. Zunächst habe ich das kaum zum Filme schauen verwendet. Dann kam die Kamera und das war eine etwas komplizierte Geschichte.

Der Bildschirm

Zunächst bekam ich einen neuen Bildschirm der mit 1920x1080 eine nette full-HD Auflösung hat. Das ermöglicht angenehmes Programmieren und Gestalten da z.B. 4 Terminals drauf passen oder ziemlich viel Code oder rund 2x so viel von einer Webseite oder, dank Breitbild, 2 DIN-Seiten oder andere lustige Sachen.

Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, HD-Trailer herunterzuladen. Man hat ja auch kein Blueray-Laufwerk oder irgendwelche HD-Filme. Anfangs ist das schon sehr nett mit den HD-Videos. Nur allzu viele Trailer habe ich dann auch nicht geladen, da jeder so um die 300 MB hat, und das für wenige Minuten. Wenn man dann wieder umsteigt auf youtube oder ähnliches merkt man erst richtig den Unterschied.

Die Kamera

Nicht ganz so viel Spaß machte mir das Erstellen von HD-Inhalten. Die Kamera ist zwar dank SD-Karte wesentlich einfacher zu bedienen als alles mit Band o.ä. doch erzeugt sie seltsame .MTS-Dateien (AVCHD), die irgendwie keiner so recht haben will. VLC schluckt sie zwar (Win/Lin/Mac), spielt sie aber natürlich nur ab. Auf Windows und Linux kann man das Bearbeiten mit herkömmlicher Software eigentlich vergessen. Auf dem Mac kann man diese Dateien zwar auch nicht bearbeiten, aber nachdem ich das ganze Rohmaterial auf einem MacBook in Final Cut importiert habe (wobei alles zu .mov geworden ist) konnte ich es auch auf dem PowerBook laden und dort schneiden. Importieren geht allerdings nicht auf der PowerPc-Plattform.

Um die Videos auch hochzuladen, habe ich mich auch gleich bei Vimeo angemeldet, wo ich jetzt jede Woche ein HD-Video hoch laden könnte. Allerdings war ich bisher noch nicht sehr produktiv, was Filme angeht, ich habe nur ein kleines Beispielvideo hochgeladen, um zu sehen wie alles so läuft. Und ich war positiv überrascht: vimeo macht sehr viel mehr Spaß als youtube, vor allem weil das GUI wirklich ansprechend und intuitiv daher kommt, auch wenn ich kein Fan bin von runden Ecken.

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Bilder züchten

12.02.2009, 17:32

Mit freeSq gezüchtetes Bild

Der neueste Trend ist es ja anscheinend genetisch zu Programmieren (bzw. programmieren zu lassen). Der Webcomic xkcd greift das Thema auf und Roger Alsing zeigt wie es geht. Mir geht es natürlich nicht darum Algorithmen genetisch zu basteln, oder Bilder nach zu stellen, sondern ich wollte einfach mal den Computer etwas herumprobieren lassen. Da wir in Kunst zurzeit kubistische Bilder malen müssen, habe ich mir gedacht, so etwas könnte doch auch ein Computer hin bekommen. Der Computer malt also Rechtecke, und versucht sie so hin zu bekommen, dass es ungefähr aussieht, wie das Originalbild.

Da das Vorgehen ja ein bisschen an die Biologie angelehnt sein sollte, benutzte ich so etwas, wie einen genetischen Algorithmus. (Es ist also nicht der Algorithmus, der „genetisch“ erzeugt wurde). Im ersten Versuch habe ich dem Computer fünfhundert, zunächst gleiche, weiße Rechtecke auf schwarzem Hintergrund vorgesetzt. Der Computer hat dann immer ein zufälliges Rechteck genommen und zufällig platziert. Die neuen Bilder waren also so etwas wie Kinder. Dann hat eine Fitting-Funktion überprüft, ob sich die Ähnlichkeit zur Vorlage verbessert hat. Wenn ja, hat er dieses neue zufällige Rechteck gespeichert (also in die „DNA“) aufgenommen und dieses Kind als neues Mutterelement verwendet. Hat sich nichts verbessert, hat er einfach ein weiteres Kind erzeugt.

Die Fitting-Funktion

Ich habe ein kleines Python-Script gebastelt, dass die Übereinstimmung zweier Bilder ausrechnen kann. Da alles in schwarz-weiß passiert, geht es jeden Pixel durch und addiert jeweils die Differenz der Rotwerte. Je größer die Zahl ist, desto schlechter passt das Bild. Der Computer favorisiert also Kinder mit kleineren Werten.

Zweiter Algorithmus

Da der erste Algorithmus zwar mit nur 500 Rechtecken immer bessere Näherungen erreicht hat, aber zum Ende hin sehr viele Versuche brauchte um wieder ein besser angepasstes Kind zu finden habe ich einen zweiten Algorithmus gebastelt, der diese Probleme vermeiden soll:

Er züchtet aus einem Elternelement zunächst 500 Kinder. Die Zucht-Funktion fügt allerdings jetzt jeweils ein schwarzes oder weißes Rechteck hinzu, wodurch Fehler schneller korrigiert werden können. Beim alten Algorithmus konnte ein fehlerhaftes Rechteck ja nur verschoben werden, wenn es zufällig gewählt und zufällig richtiger platziert wurde. Die Zahl der Rechtecke entspricht also der der Generation.

Die 500 Kinder sind zunächst noch klein und es werden nur 25% der Pixel gerastert. Die Kinder werden dann mit einer kleineren Version der Vorlage verglichen, und nur die besten 10 werden erwachsen und dann in voller Größe vergleichen. Damit werden nicht mehr so viel Ressourcen (Rechenzeit) für grobe Fehlplatzierungen verschwendet. Aus den letzten 10 Kindern wird dann das, welches in groß am Besten passt, als neues Elternelement gewählt, aus dem wiederum 500 neue Kinder-Bilder gezüchtet werden. Die 499 anderen Kinder werden für immer gelöscht, sodass nun nur noch die Elternelemente (die mit Verbesserungen) konserviert werden um meine Felsplatte zu schonen. So werden immer weiter bessere Merkmale vererbt, bzw. alte Fehler in den Merkmalen korrigiert.

Die DNA

Genau wie bei der echten DNA auch, werden die Informationen so gespeichert, dass die Kinder „wachsen“ können, nämlich als SVG. PHP kann durch seine DOM-Funktionen die DNA leicht verändern und die Rechtecke sind in einem angemessenen Format gespeichert. Mit dem Programm rsvg lassen sich die Rechtecke auch schnell rastern in allen beliebigen Größen.

Das Ergebnis

Der erste Algorithmus „500“ hat nach 21 Stunden 50830 Generationen erzeugt und einen dabei Das Original recht nett angenähert. Ursprünglich habe ich geplant ein kleines Video daraus zu erstellen, doch selbst bei 30 fps wäre es etwa eine halbe Stunde lang, und man würde hauptsächlich die Fehlschläge sehen. Deshalb nur einige Auszüge aus dem Werdegang:

Der zweite Algorithmus „freeSq“ ist so gebaut, dass er ohne Probleme unterbrochen werden kann und deswegen werde ich ihn wohl noch deutlich länger laufen lassen. Aber nach den ersten rund 2 Stunden und 255 Generationen (127500 Versuchen) ist das Entsanden (links Vorlage):

Seltsamerweise ist es etwas zu klobig, es wirkt bisher nicht so fein, dafür ein bisschen komplexer, doch es wird sich zeigen, wie es nach einigen weiteren Generationen aussieht. Da das Ganze sehr viel Zufall beinhaltet, könnte bei einem weiteren Durchlauf auch ein völlig anderes Bild entstehen. Ich bin gespannt.

Übrigens: So sieht Evolution bei den Simpsons aus.

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Top 5 Musikvideos mit Story

29.12.2008, 14:05

Hier meine 5 Musikvideos mit der besten Hintergrund-Geschichte. Und die Videos sind natürlich auch nicht schlecht.

Platz 4: Tunak Tunak Tun


Tunak Tunak Tun

Zugegeben ein gewöhnungsbedürftiger Stil, aber so sahen Musikvideos um 1998 in Indien wohl aus. Es war Indiens erstes Musikvideo mit Blue-Box-Technik, und so durfte sich der Graphiker im Hintergrund mit 3D-Computergraphiken austoben.

Aufmerksam wurde ich auf diese Video, da in World of Warcraft die Draenei so tanzen wie Daler Mehndi im Video. Und jetzt hört euch den Anfang des Lieds nochmal genau an... Na? Das hört sich an wie ein lang gestecktes „Draaaaeeeeneeeeaaei“. Wer hin und wieder Blizzards Spiele zockt, wird ihren Humor schnell zu schätzen lernen.

Platz 3: Twisted Transistors


KORN - Twisted Transistor

Ok, dieses Video von 2005 enthält die Story eigentlisch schon. Im Video tritt eine fiktive Band aus Lil' Jon als Jonathan Davis, Xzibit als Fieldy, David Banner als David Silveria und Snoop Dogg as Munky auf. Am Ende lassen Korn als Produzenten die Gruppe gandenlos abblitzen, weil ihnen im Video „bling-bling“, girls und „booty shakin“ fehlt. Das ganze wird recht cool vom letzten Satz im Video abgerundet: „You know we're all black, when the lights go out. “

Platz 2: Daft Bodies


Daft Bodies

Diese nicht-offizielle Video zu Daft Punks Lied „Harder, Better, Faster, Stronger“ hat auf youtube großen Ruhm erlangt. Die Idee kam den beiden Medizin-Studentinnen als sie eine Pause vom Lernen nahmen und sich auf Daft Hands auf youtube anschauten. Dann haben sie das Ganze als Tanz geplant und eine Woche später gefilmt. Dazu sind sie eine ganze Nacht wach geblieben und haben 20 Takes gedreht, bis sie zufrieden waren. Die beiden hatte nicht mit allzu großem Erfolg gerechnet, zumal sie weder Tänzer noch Cheerleader sind, aber zum Glück haben sie sich geirrt...

Platz 1: Do Somethin'


Do Somethin'

Dieses 2004 gedrehte Musikvideo in dem sich Britney Spears recht nett räkelt hat natürlich auch wieder eine Story. Der Produzent Bloodshy & Avant, der auch Britneys Video „Toxic“ erfolgreich produziert hatte, wurde von Louis Vuitton auf 80 000 Euro verklagt, wegen einem Bruchteil einer Sekunde, während dem auf dem Armaturenbrett des pinken Hummers ein gefälschtes Vuitton-Logo zu sehen ist. Achja, die Szene ist bei 0:43 und der Produzent muss zusätzlich 1470 Dollar zahlen für jeden Tag, den das Video im Internet zu sehen ist. Das fällt übrigens nicht in die Kategorie „Unmögliche Gerichtsurteile in Amerika“, denn das hat ein französisches Zivilgericht entschieden.

Platz 0: Learn 2 Play


Learn 2 Play

Da dieses Video zwar lustig ist, aber sich dahinter keine mir bekannte Story verbirgt, gibt es nicht Platz 1 sondern Platz 0.

Hoffentlich nimmt youtube nicht eines Tages alle Musikvideos raus... Ich füge übrigens hin und wieder sehenswerte Videos zu meiner Playlist Rocking Music Videos hinzu. Was sind eure Lieblingsvideos?

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Lego im Web 2.0

01.12.2008, 14:07
The Mechanical Stinkbug
The Mechanical Stinkbug

Stellen sie sich ein Netzwerk vor, in dem jeder etwas beitragen kann. Mancher ist da sehr kreativ. Ich denke jeder kennt zwar Lego und hat wahrscheinlich auch schon einmal selbst etwas gebastelt. Doch das Internet bietet kreativen Lego-Konstrukteuren die Möglichtkeit die Resultate ihrer kreativen Idden weltweit zu veröffentlichen. Und wen könnte das nicht interessieren?

Beim Videoportal Youtube findet man einige äußerst interessante technische Konstruktionen. So zum Beispiel ein Ottomotor, der jedoch auf Benzin verzichtet und stattdessen in die Lego-Hydraulikelemente Luft eines Kompressors pumpt. Jeder, der schonmal ein bisschen mit den Hydraulikelemnten herumexperimenteirt hat, weiß welche Power sie entfalten können. Dass das ganze dann auch noch mit 1440 rpm funktioniert wird hier eindrucksvoll bewiesen:


Lego 1440 rpm V8

Eine andere extreme Konstruktion ist die eines CD-Beschrifters. Die meisten Lego-Roboter erfüllen ja mehr oder weniger elementare und anschauliche, aber eigentlich nicht brauchbare Funktionen. Der CD-Beschrifter ist zwar leider nicht sehr schnell, macht seinen Job aber schon ganz gut:


Lego CD Writer

Besonders stylish sind die myriaden von kleinen Robotern und Kampfmaschienen, sowie Szenen aus Comics, Star Wars oder Matrix, die auf flickr ausgestellt sind. Zwei tolle Beispiele wären Bring It und Bloody Fang Battlesuit, jedoch findet man z.B. unter dem Tag MOC oder unter Lego Steampunk weiteres interessantes.

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