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Bernhard Häussner
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Mit 5 Ansätzen zum besseren Referat

20.11.2010, 15:08

Oft schon habe ich Schüler bei Referaten herumhaspeln sehen, und manchmal viel es bei aller Konzentration sogar schwer, zuzuhören. Ableser wirken unbeteiligt am eigenen Vortrag, frei zu Reden hilft zu umständliche Formulierungen zu vermeiden, bedarf neben angemessener Stoffsicherheit jedoch einiger Übung, welche mit diesen Tricks effektiver gestaltet werden kann:

Teile Auswendig lernen

Ein einfacher aber wirkungsvoller Kniff kann es sein, den ersten und den letzten Satz des Vortrags stur auswendig zu lernen. Der erste Satz des Vortrags muss beim Publikum bereits Interesse wecken und die Inhaltspunkte abstecken. Viele Redner beginnen nur mit einem "Äh... also"; mit einem vorgefertigten Einleitungssatz lässt sich dies vermeiden. Eine spannende These verbunden mit einem kleinen Wortwitz, genügt, um "Appetit" zu machen.

Der Schlusssatz ist ebenso wichtig, da sich der Zuhörer unmittelbar nach dem Referat an diesen Satz am besten erinnern kann. Daher empfiehlt es sich hier die Aussage zusammenzufassen und vielleicht sogar etwas zum Nachdenken anzuregen, denn dann beschäftigt sich der Hörer mit dem Thema und reflektiert den Vortrag, wodurch die Wirkung gesteigert wird.

Auch beim Referenten bewirkt die Praxis des Kreieren und Auswendiglernens positives; man wird sich über seine Aussageziele bewusst und speichert diese ganz sicher ab. So kann man vorbeugen, um nicht vom Faden abzukommen. Und auswendig gelernt kann man diese Kernsätze mit größer Sicherheit vortragen, was die Wirkung unterstreicht.

Auftreten

Denn ein sicheres Auftreten macht sehr viel aus. Nur wer von seiner Sache wirklich überzeugt ist, kann diese Überzeugung weitergeben. Dieses sichere Auftreten beherrschen nur wenige von Anfang an, aber man kann sich den Weg dorthin leichter machen.

Professionelles Auftreten in geeigneter Kleidung erhöht nicht nur die Akzeptanz beim Publikum, man fühlt sich selbst in der Lieblingsklamotte schließlich auch viel wohler als in der Alltagskluft. Vor dem Vortrag an etwas ganz anderes denken hilft, beim Beginn nicht gleich alle Sorgen im Kopf zu haben.

Mit diesen einfachen Maßnahmen klappt es vielleicht dann auch mit dem lässigen Blickkontakt.

Ängste überwinden

Gleichzeitig muss man sich vor Augen halten, dass das Publikum viel mehr verzeiht als man denkt.

Pausen im Vortrag werden, wenn sie sich nicht häufen, kaum negativ ausgelegt, sie können sogar nützlich sein, um etwas Zeit zum verarbeiten zu lassen und Aufmerksamkeit zu schaffen. Man kennt das vom Pädagogen, der nicht herum brüllt sondern plötzlich einfach nur innehält.

In der Wahrnehmung des Zuhörers wirken Pausen zudem meist viel kürzer als in der des Vortragenden. Versucht man eine 10-sekündige Pause einzulegen, erscheint das dem Redner wie eine Ewigkeit, das Publikum jedoch beginnt erst zu bemerken, dass hier eine längere Zäsur gesetzt wurde. Greift man kurz zu einem Glas Wasser, erscheint das wie das natürlichste auf der Welt, und hilft doch, Fassung zu wahren. Mit diesem Wissen kann man sich in einer kurzen Pause beruhigt auf die Vorbereitung der nächsten Worte konzentrieren.

Und es gibt noch weitere Lückenfüller, die dem Publikum nützen, und mir Zeit zum neu orientieren lassen.

Zum Beispiel Wiederholungen und Zusammenfassungen. Für mich sind sie ohne große kognitive Leistung zu vollbringen und geben mit somit etwas Luft - für den Zuhörer verbessern sie das Verständnis oder schaffen Glaubwürdigkeit. Somit lässt sich Ahnungslosigkeit vermeiden, und es kann fast nichts peinliches mehr passieren.

Strategie

Solche rhetorischen Mittel können auch Teil einer Erklärungsstrategie sein. Strategisches Vorgehen hilft sowohl dem Publikum als auch dem Erklärer orientiert am Ball zu bleiben.

Zum Beispiel kann man einen Gegenstand erklären, Sachverhalte vom allgemeinen zum genauen analysieren, oder wiederkehrende komplexe Zusammenhänge mit einem prägnanten wiederkehrenden Wort beim Namen nennen.

Die einfachste Methode, den Vortrag "von außen" zu strukturieren ist sicherlich die Powerpoint-Präsentation. Hier bin ich sehr minimalistisch. Auf rein schwarze Folien setzte ich ein Schlagwort oder Anschauungsmaterial, wie Bilder oder Statistiken. Diese sollten in den Vortrag eingebunden werden und nicht länger als nötig vom Vortrag ablenken.

Script

Damit man sich nicht zu sehr an der Präsentation entlang hangelt (oder wenn eine Präsentation aus technischen oder anderen Gründen nicht drin ist) muss man einen Stichwortzettel, ein Skript oder ähnliches vorbereiten. Hier gilt es, möglichst alles auf ein Blatt zu bringen, damit man das gesamte Konzept im Vortrag bei Bedarf im Blick hat, ohne herumblättern zu müssen. Trotzdem muss man sich gut darauf zurechtfinden und im Vortrag leicht hinspitzen können, Miniaturschrift ist also schlecht. Es müssen folglich Inhalte selektiert werden und Schlafworte gefunden werden.

Den Stichwortzettel kann man zur Mindmap aufwerten. Diese beinhaltet zusätzlich graphische Elemente, die leicht erkennbar sind, und Zusammenhänge, welche gute Vorlagen für Übergange liefern.

Behält man sich diese Punkte im Hinterkopf, ist nur noch ein bisschen Übung gefragt, um Referate zu optimieren.

Oder kennt ihr noch gute Geheimtipps?

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