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Bernhard Häussner
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Frische Zutaten vor die Haustür: Meine erste HelloFresh-Box

19.08.2016, 14:45

Einige kennen es vielleicht: es erscheint ein neues Video in einem abonnierten YouTube-Kochkanal oder man sieht ein cooles Rezept auf Instagram, aber dann werden dort irgendwelche speziellen Zutaten verwendet, die man nicht im Haus hat, und am Ende kocht man dann doch wieder Nudeln mit Pesto. Dieses Problem und noch viele weitere löst HelloFresh, ein Dienst, der wöchentlich frische Lebensmittel inclusive Rezepte nach Hause liefert. Und das ist richtig gut umgesetzt.

Der Versand von Lebensmitteln und Haushaltsprodukten ist in den letzten Jahren richtig aufgeblüht. Einige Discounter bieten bereits Lieferdienste an, z.B. die Lidl-Vorratsbox, und Amazon verschickt seit neuestem Lebensmittel (und weiteres) am selben Tag mit Amazon Prime Now. Diese Angebote kommen jedoch mit Einschränkungen: Amazon beschränkt das eher teure Angebot bisher auf 14 Metropolregionen. Lidl bietet Discounterpreise mit Versandkosten von 4,99€, aber versendet keine frischen Produkte. Diese Dinste lösen nur selten echte Probleme: Für die haltbaren Produkte muss man ohnehin nicht so oft einkaufen und wenn man in einer Metropolregion wohnt, ist der nächste Supermarkt oft nicht weit.

Seit einiger Zeit beziehen wir die Veganbox. Hier wird uns monatlich eine Überraschungskiste mit interessanten veganen Produkte geliefert, die es meistens noch nicht in die Würzburger Supermärkte geschafft haben. Die Produktwebseite bezeichnet dies als „quasi wie jeden Monat Geburtstag feiern“. Da Firmen bezahlen, dass wir ihre Produkte so „entdecken“ können, ergibt sich ein Werbe-Effekt, was die Box sehr bezahlbar (14,90€) macht. Die Sachen sind haltbar, man verwendet sie dann, wenn es gerade passt. Aber es sind eben nur Einzelprodukte, mit denen man ohne Zusätzliches kein Gericht kochen kann. Einkaufen erspart uns das also nicht annähernd.

Wie wäre es mal mit frischen Produkten günstig vor die Haustür? Schon Länger bieten Bauern regional Obst- und Gemüsekisten an, bei denen man wöchentlich eine Auswahl frischer, saisonaler Ware bekommt. Ein tolles, lokales Angebot, das den Waren-Versand quer durch Europa einspart. Aber: Was man mit dem enthaltenen Grün anfangen soll, bleibt dem Kunden überlassen – gerade für Anfänger-Köche eine echte Herausforderung. Wer nur gelegentlich kocht, muss mitunter Reste in den Müll wandern lassen.

Diese Probleme löst das Konzept von HelloFresh. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde Ende 2011 gegründet und hat inzwischen fast eine Million Abonnenten, auch über Deutschland hinaus. In einem attraktiv gestalteten Online-Shop bestellt man sich die Lebensmittelkiste. Man wählt Liefertag und -Zeit wählen (Sonntag und Montag sind ausgenommen) und entscheidet zwischen 3 und 5 Mahlzeiten für 2 oder 4 Personen. Eine vegetarische Box ist möglich.

Mein Chef bei den Sophisticates, Julian J. Schrader, hat mir eine kostenlose Box vermittelt, sodass ich das Angebot selbst testen konnte. In der Box findet man dann das Rezept für jede Mahlzeit auf einer praktischen DIN-A5-Karte, die man auch für später aufbewahren kann, und natürlich die Zutaten, wie Nudeln, Obst und Gemüse. Einige wenige Zutaten muss man im Haus haben, z.B. Mehl, Salz und Pfeffer, aber gerade ausgefallene Kräuter werden frisch mitgeschickt. Bei mir waren u.a. dabei: ein kleines Tütchen mit gemahlenen Koriandersamen, frischer Knoblauch und eine Chili. Die Mengen waren genau abgemessen, so musste ich nichts wegwerfen und brauche nicht hunderte Gewürze in der Küche zu lagern, die man dann vielleicht nie wieder braucht.

Und die Rezepte können sich sehen lassen. Ich hatte den „Bollywood-Linsenburger“, ein „Veg´n´Cheese“ und „Jamies Gemüse-Feijoada“, allesamt richtig schmackhaft. Man bekommt hier keine Tütensuppen oder Fertiggerichte. Das bedeutet gesunde Mahlzeiten aus frischen Zutaten, aber auch: Die Zubereitung dauert meistens zwischen 25 und 40 Minuten. Man muss also schon Zeit & Lust zum Kochen mitbringen. Wenn man mal keine Zeit zum Kochen einplanen kann oder im Urlaub ist lassen sich in einem übersichtlichen Online-Kalender Lieferungen aussetzen.

Preislich liegen die Mahlzeiten zwischen 4,50€ und 6.67€ incl. Versand, hier gilt: je großer die Box, desto günstiger pro Mahlzeit. Die kleinste Box kostet 39€ für 3 Gerichte für 2 Personen, also 6 Mahlzeiten. Das liegt irgendwo zwischen Essen fertig liefern lassen und selbst einkaufen. Wenn man selbst einkauft, kann es passieren, dass man größere Mengen kaufen muss, als man braucht, das bleibt einem hier erspart. Für die Burgerpaddies wurde z.B. ein kleines Tütchen Weckmehl mitgeschickt, das bekommt man sonst nur in viel zu großen Packungen und dann braucht man es doch eher selten.

Ich denke, diese Preise sind für den Service ziemlich unschlagbar. Möglich wird das u.a. dadurch, dass nicht viele Mahlzeiten zur Auswahl stehen. Wer sich z.B. glutenfrei ernährt, Allergien hat, gewisse Mahlzeiten oder Gemüse überhaupt nicht leiden kann, schaut meistens in die Röhre. Meine Freundin isst vegan, und während wir zwei von drei Gerichten auch problemlos vegan machen konnten, bringen uns die tollen Rezepte natürlich nicht so viel und ich musste dann z.B. den zusätzlichen Joghurt anderweitig verwenden. Auch die Kühlung beim Transport in Tierwolle ist dann natürlich nicht optimal. Aber: Mir wurde von HelloFresh telefonisch zugesichert, dass an einer veganen Box gearbeitet wird, also gibt es hier vielleicht schon bald mehr Auswahl.

Die Milchprodukte wurden für den Transport mit einem Eisblock in Schafwolle gekühlt. Das funktioniert gut und die Kühlutensilien können dann nach fünf Lieferungen zum Recycling zurück geschickt werden. In meiner Box war auch eine Avocado und Salat, alles optimal frisch. Natürlich darf man sich dann nicht zu viel Zeit bis zum Kochen lassen. Die Portionsgröße ist passabel, die Mahlzeiten hatten zwischen 600 und 800 Kalorien, so bleiben bestimmt keine Reste. Die zwei Portionen von dem Auflauf mit Käse, der nicht vegan war, waren für mich alleine schon an der Obergrenze.

Fazit: Insbesondere für große Haushalte, die es weit zum nächsten Einkaufsladen haben, ist dieser Lebensmittel-Lieferdienst optimal, ebenso für Kochfreudige, die keine Zeit mit dem Einkauf vertrödeln wollen oder mal ohne viel Aufwand etwas neues probieren wollen. Wer nicht gerne Kocht, keine Zeit zum Kochen hat, beim Kochen sparen will, oder eine spezielle Ernährung macht, sollte sich vielleicht etwas anderes suchen. Ich werde mir wahrscheinlich von Zeit zu Zeit eine Box bestellen, wenn ich Lust habe, etwas neues zu Kochen. Für den Alltag ist es mir doch noch zu teuer, etwas Zeit zum Einkaufen kann ich mir nehmen.

20€-Rabatt-Aktion: Es gibt derzeit eine Aktion bei HelloFresh. Wenn Ihr bei der Bestellung diesen Code eingebt BSCC6Z oder auf den Link klickt, erhaltet ihr 20€ Rabatt auf eure erste Box. Außerdem könnt Ihr mich unterstützen, denn ich bekomme dann auch 12€ auf meine nächste Box gutgeschrieben.

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UI Dos and Don'ts

12.03.2009, 19:27

Da ich aus meiner gewohnten Desktop-Umgebung durch das Update auf KDE 4 herausgerissen wurde, musste ich mir daher wieder einmal überlegen, welche UI-Features eigentlich die Produktivität steigern und welche weniger. Ich habe ich meine Ergebnisse hier festgehalten:

Compiz als 2D-Desktop-Lösung

Es hört sich vielleicht seltsame an, Compiz als 2D-Desktop-Lösung zu bezeichnen. Doch dieser Begriff zielt nicht darauf ab, die Effekte des Fenstermanagers zu beschreiben, sondern die Verbesserungen in der Desktop-Umgebung. Denn Compiz kann die Produktivität steigern, indem es weitere Desktops/Würfelseiten/Arbeitsflächen/Spaces oder wie sie immer heißen leicht zugänglich macht. Doch was bringt das? Ganz einfach, die Fenster sind nicht mehr wie gewohnt als Stapel auf dem Desktop, sondern viel mehr wie Steine eines Natursteinmauerwerks über die verschiedenen Arbeitsflächen verteilt. Die Einteilung in eben diese Arbeitsflächen macht eine klassifizierung möglich.

Und da kaum noch Fenster vollkommen von anderen Anwendungen verdeckt werden, fällt die dritte Dimension, nämlich die in die Bildschirmebene hinien, weg. Dadruch, dass sich mit dem Expo-Plugin jederzeit heraus zoomen lässt und Fenster einfach auf die Arbeitsflächen verteilt werden können, wird das auch praktikabel (was ich bei KDE4 noch vermisse). Man behält eine wesentlich bessere Übersicht und muss nicht immer nach Fenstern suchen.

Am Ende habe ich fast nie ein Programm gestartet. Anwendungen sind nicht Länger irgendwelche Icons im Startmenü oder Dock, sonder sie sind einfach sie selbst, geparkt auf einer Thematisch passenden Arbeitsfläche, nicht unter irgendwelchen Fenstern versteckt und repräsentieren sich selbst. Besser geht es kaum.

Widgets

Jeder braucht jetzt unbedingt Widgets, Dashboards, Screenlets. Doch was sollen diese mini-Anwendungen eigentlich nützen? Mir waren sie von Anfang an unsympathisch. Mal hängen sie auf dem Desktop herum, mal schweben sie in Wideget-Layern, doch im Endeffekt sind es nur Programme, wie sie sein sollten. Dediziert für eine spezielle Aufgabe und mit einem extrem angepassten UI. Außer dass sie auf ihren Bewegungsbereich festgelegt sind.

»Warum sind sie nicht normale Fenster? Damit sie 2D belieben!«
me

In ihrem Widget-Bereich, also dem Desktop oder dem schwarzen durchsichtigen Wasserfilm stehen sie nebeneinander. In meiner Desktop-Philisophie fallen sie aber leider trotzdem aus der Reihe, da jede Arbeitsfläche prinizipiell so ein Widget-Layer ist. Deshalb könnten sie genauso normale Fenster sein, aber nein, sie müssen sich ja als Plasma-Panels der Widgets oder Sidebars einschränken. Das ist unter Compiz ein Vorteil, da der Widget-Layer nichts anderes war, als eine übergeodnete oder alternative Arbeitsfläche, auf der man, wenn man will, auch Firefox platzieren kann. Die Widgets wiederum lassen sich auch überall platzieren, wie normale Fenster auch.

Docks und Iconbars

Zu nichs nütze. Um eine Icon-Leiste halbwegs benutzten zu können, muss man alle Programme und Funktionen irgendwie geordnet reinzeihen, sich die Icons merken, doch wieder herum suchen usw. Wenn ich ein Programm nicht oft benutze, weiß ich dann wie sein Icon aussieht? Nein. Ich suche ewig. Weiß ich wie es heißt? Vielleicht, dann kann ich es in die Suchleiste/Spotlight/KRunner eingeben. Wenn nicht - Ordner Programme öffnen und suchen. Die alphabetische Sortierung bringt mit jetzt garnichts.

Man könnte vielleicht Argumentieren - Ok, dieses blaue Icon mit dem Ps drauf, das kennt jeder. Doch jeder der das Icon kennt, weiß auch, was sich für ein Programm dahinter verbirgt, wie es heißt und wie es aussieht. Deshalb findet er es auch, wenn es schon auf einer Arbeitsfläche läuft, wenn er es in der Suchleiste eingibt oder in Kategorien sucht.

Und genau diese Kategorien machen für mich ein besondere Stärke des KDE-Menüs aus. Anwendungen sind sortiert nach ihrem Einsatzbereich und heißen nach ihrer Funktion. Wenn man einen Webbrowser will, dann schaut man unter Internet und öffnet Webbrowser (und nicht Expolorer, Safari und wie sie sich alle schimpfen). Wenn man das Programm kennt, erkennt man das Icon und kann auch den richtigen Webbrowser öffnen. Zudem sind die Kategorien ziemlich eindeutig, sodass man sich eigentlich sicher sein kann, wo man das gesuchte Programm findet. Und das funktioniert eben auch, wenn man ein Programm lange nicht mehr benutzt hat, ja sogar wenn man das Programm noch nie benutzt hat.

Aber was ist jetzt der Nachteil von Docks, außer dass sie keinen Vorteil bringen? Sie hängen überflüssig in der Gegend herum und ploppen auf, klappen hoch und wollen mit Icons gefüllt werden, was im Endeffekt nur aufhält.

Icons

Nur weil unmenschliche Ansammlungen von Icons sinnlos erscheinen, heißt das noch lange nicht, dass Icons generell sinnlos sind. Im Gegenteil. Sie erscheinen als visuelle Hilfen in Toolbars, weisen in Fehlermeldung auf die Schwere und Art des Fehlers hin und dienen als Status-Indikator. Nur was eben nicht passieren darf, sie als Alias anstatt Text einzusetzen. Denn jedes Icon kann fehlinterpretiert werden und auch wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, kann ein Piktogramm doch nicht alles sagen. Bei meiner Recherche über UI Design bin ich z.B. über eine „Down for Maintenance“-Meldung auf humanized.com gestolpert, die sich aber nicht sofort als solche identifizieren lies. Als ich nach Informationen zum „Humanized Reader“ gesucht habe, gelangte ich über einen Link auf diese Seite:

Humanized oder nicht - ohne icon problematisch

Humanized oder nicht - ohne icon problematisch

Da die Seite fast nur leer ist und größtenteils aus einem Header und einer Sitemap besteht und der eigentliche Content total untergeht, hielt ich die Seite zuerst für eine Projektübersicht. Dann habe ich ein paar Projekte in neuen Tabs geöffnet und auch die Seite des Readers. Nach dem Schließen des Tabs war ich - Überraschung - wieder auf der selben Seite. Was sich wie ein unwichtiges Motte gestaltet, war, wie ich dann bemerkte, der eigentliche Content der Seite. Was ist hier schief gelaufen? Was könnte man verbessern?

Zunächst einmal muss eine Webseite hauptsächlich aus Content bestehen. Das aktuelle Design meiner Seite wollte ich eigentlich wieder verwerfen, weil der Header auf kleineren Bildschirmen als meinem eigentlich zu groß ist. Im Endeffekt fällt jetzt der Header aber durch die dunkle Farbe (hoffentlich) etwas heraus. Und er wird auch nicht verschwendet, da er eine fast komplette Sitemap anzeigt. Dann folgt der Content in strahlendem Weiß - nicht unabsichtlich weiß, denn Weiß ist die Farbe des Contents. Alle Fenster, Textfelder etc. sind weiß (oder hell). Dann ist der Footer klar abgetrennt, indem er wieder dunkler gestaltet ist.

Während humanized.com den Footer sogar noch durch Farbliche Überschriften vor den Content stellt. Eine Infographik, die auf irgendeine Art den Fehler hervorhebt hätte natürlich auch viel weiter geholfen. Aber nur eine Infographik wäre wieder schlecht, da man nicht wüsste was für ein Fehler überhaupt aufgetreten ist. Man ertappt sich vielleicht auch manchmal, dass man eine Funktion im Menü wählt, einfach weil man das richtige Icon nicht findet. Icons also immer mit Text verbinden. Es gibt natürlich Ausnahmen: Play/Pause, RSS etc. dennoch nicht zu viel als bekannt annehmen.

Kontextmenüs

Eine Technik, die von vielen UI Designern vielleicht unterschätzt (räusper...Apple?) wird ist das Kontextmenü. Als ich mich bei Humanized umgeschaut habe, habe ich festgestellt, dass sie im wesentlichen KRunner und Linux wollen, aber es anscheinend nicht wissen oder wahrhaben wollen. Außerdem wollen sie zu ihrem Kontext immer alle möglichen Aktionen via eintippen verfügbar machen. Doch warum ständig eintippen?

Der Computer kann den Content recht gut erkennen (URL? Adresse?) und ein entsprechendes Kontext-Menü anbieten. So kann man in KDE sogenannte Auflappmenüs definieren. Diese funktionieren so: Man selektiert Text, klickt auf die Aufklapp-Taste (wenn man will auch Capslock oder irgendeine sinnlose Zusatztaste an der Maus, ich habe z.B. „Rollen“) und schon bietet Klipper verschiedene (konfigurierbare) Aktionen an.

Ähnlich funktionieren Kontextmenüs, die z.B. Rechtschreibprüfung oder andere Aktionen anbieten können. Auch das Kombinieren von Kontextmenüs mit Drag&Drop ist denkbar und wird schon z.B. beim Bewegen von Dateien verwendet. Zudem sind Kontextmenüs unsichtbar, d.h. sie rauben ihrem Kontext, also dem Content, keinen Platz.

Tableisten, Taskbars, Exposé

Es ist schon schlimm: Anstatt den Programmen genug Platz zu geben um sich auf den Desktops zu verbreiten, deplatziert man sie in Taskleisten, Tabs und Icons, die man dann kaum noch den Fenstern zuordnen kann, die keine Ordnung haben, die keine Funktion haben, als die dritte Dimension im Desktop benutzbar zu machen, welche sich ja auch als unbrauchbar herausgestellt hat. Und die Tabs sind dann nicht hintereinander, wie man das vielleicht erwarten würde, sondern völlig willkürlich nebeneinander platziert.

Man versucht sich natürlich zu helfen - mal mit Vorschaubildchen, mal indem man gleich nur deplatzierte Vorschaubildchen präsentiert, mal sind die Fenster auch in einem Stapel dargestellt. Doch am Ende ist es immer das selbe - anstatt ein Fenster mit seiner Position, seiner logischen Verankerung auf der Arbeitsfläche zu verbinden werden die Fenster durch gemischt und verstümmelt. Wer legt sich schon 5 DIN A4-Seiten auf den Schreibtisch und wenn er die nächste Seite ansehen will, packt er zuerst alle auf einen alphabetischen Stapel und schaut dann die Überschriften durch, bis die Richtige Seite gefunden ist und breitet dann alles wieder aus. Das macht keinen Sinn. Stattdessen legt man die Blätter nebeneinander auf dem Schreibtisch aus, ähnliche Quellen zusammen, mehrere Seiten in ihrer Reihenfolge und wenn man wo anders weiter Lesen will, löst man sich aus der Vertiefung ins aktuelle Dokument, verschafft sich von etwas weiter weg einen Überblick und man findet und liest das andere Dokument.

Am Computer geht das sogar noch weiter - man hat ohne Probleme mehrere Schreibtische: Genau wie man sonst einen Esstisch, einen Computertisch, eine Werkbank und eine Leinwand hat, kann man am Computer Anwendungen in Desktops zusammenfassen. Systemübergreifende Taskleisten, die schnell und einfach über das wichtigste informieren, z.B. tray icons schaffen dann die Verbindung - wer will schon am Computer sitzen, wärend in der Küche das Essen verbrennt.

Compiz schafft es sehr erfolgreich auch das wechseln zwischen den Arbeitsplätzen einfach und schnell zu gestalten mit entsprechender Konfiguration.

Ich denke die meisten Misskonzeptionen sind noch Überreste von alten Zeiten. Als man in Windows 3.11 die Fenster nur in Desktopsymbole umwandeln konnte, schien es eine Lösung für die unbenutzbaren Fensterstapel am unteren Bildschirmrand eine Leiste anzubringen mit allen laufenden Programmen. Doch die Programme wurden immer mehr und vielseitiger. Heute kann man auf ganz andere Möglichkeiten zurückgreifen, auch diese Programme zu verwalten und man sollte sie auch nutzen.

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Webbrowser-Toolbars im Vergleich

26.02.2009, 18:47

Ich finde es interesant, wie sich Webbroser von einfachen Anwendungen zum Anzeigen von Webseiten mit Vor- und Zurückbutton zu sehr spezialisierten Tools mit Tabs, Volltext-History-Suche, Häufig besuchten Seiten als Vorschaubildchen und erweiterten Vorschlägen beim Tippen in der Adresszeile entwickelt haben. Hier deshalb einige Screenshots der Toolbars meiner aktuellen Browser:

Es scheint sich zu bewähren auf eine Menüleiste komplett zu verzichten. Habe ich sogar bei mir im Firefox so eingestellt. Außerdem werden Reload und Stop gerne zusammengelegt. So sieht das Ganze dann bei mir aus:

Updates 2009-06-09

Updates 2009-11-09

Updates 2009-11-19

Updates 2010-04-26

Updates 2010-06-24

Updates 2011-09-29

Updates 2014-05-02

Fünf Jahre später: Während bei der Erstellung dieses Posts ca. jährlich eine Browser-Version mit vielen neuen Features und einer größeren Umstellung des UI heraus kam, werden heute teilweise Versionen im Monatstakt veröffentlicht. Firefox geht immer weiter in Richtung Chrome. Buttons wurden entfernt, Oberflächen vereinfacht. Surfen ohne Tabs ist heute unvorstellbar. Im Jahr 2009 noch eine Rarität, sind heute Webbrowser auch auf dem Mobiltelefon üblich.

Updates 2016-08-19

Nicht nur die Browser-Toolbars haben sich geändert, auch mein Flickr-Benutzername.

Ich will nicht wissen, wie der Post in 10 Jahren aussieht. Oder doch? Habt ihr euren Browser auch angepasst? Wie? Warum nicht?

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Schneller abbr- und acronym-Tags im Editor

01.02.2009, 21:42

Die beiden Abkürzungs-Tags abbr und acronym werden kaum verwendet, vielleicht weil man nicht ständig Definitionen schreiben will, denn wozu gibt es Abkürzungen? Glücklicherweise kann ich die Definitionen auch fast automatisch schreiben, dank einer netten (und neuen) Funktion im CMS, die ich hier vorstellen werde.

Da eine Abk. meist mehrere Bedeutungen hat und man auch nicht immer wissen kann, was sich hinter den wenigen Buchstaben verbirgt, wäre man manchmal froh um eine Erklärung. Weil aber meistens sowieso klar ist, worum es sich handelt, darf die Erklärung auch nicht im Weg stehen. Eine Lösung dafür bieten die abbr- und acronym-Tags welche im title-Attribut eine Definition enthalten können, die dann vom Browser als Tooltip angezeigt wird.

Um jetzt diese Definitionen einfach einzufügen markiert man die Abkürzung im Editor und klickt auf den Abkürzungsbutton. Mit Javascript und AJAX wird eine Liste der Abkürzungen mit den markierten Buchstaben geladen, die die verschiedenen Definitionen enthält. Aus dieser wählt man dann die passende Definition und die Tags werden in den Text eingefügt. Sollte die passende Definition nicht gefunden werden, kann man einfach einen leeren abbr- oder acronym-Block einfügen.

Ein PHP-Skript generiert im Hintergrund die Abkürzungsdatenbank. Es sammelt in den vorhandenen Blogposts die verwendeten Abkürzungen mit ihren Definitionen heraus. Damit bei einer großen Abkürzungsdatenbank nicht so viel übertragen werden muss, filtert das PHP-Skript die Abkürzungen auch gleich noch. Da der Filter optional ist und ich ein CSS-Stylesheet für die Abkürzungsliste gebastelt habe, kann man sich die XML-Datei mit den Abkürzungen auch im Browser anschauen.

Auf diese weise ist das Hinzufügen von Abkürzungen kein Problem und es erscheinen auch immer nur die Abkürzungen, die man auch wirklich verwendet.

(andere neue Features des Blogs)

  • Print-Stylesheet
  • Suchfeld-Tipp
  • jQuery 1.3 und dessen
  • Live Events bei Feed-Tag-Wahl
  • Noscript-Warnung bei Feed-Tag-Wahl
  • und ein paar interne Sachen

War wohl ein produktives Wochenende. Ich bin auch bei ein paar anderen Projekten erheblich weiter gekommen.

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SoHo Infrastruktur

23.01.2009, 17:37

In den letzten Tagen habe ich die Infrastruktur meines „Homeoffice“ grundlegend überarbeitet und unter anderem das Netzwerk auf DSL und Gigabit Ethernet umgestellt.

DSL

Um von der Anschlussvielfalt abzukommen, den Internet-Anschluss zu veschnellern, und den Datentransfer in die weite Welt digital zu halten musste der ISDN-Anschluss modernerem DSL weichen. Mit anderen Worten: Statt ein zusätzlich DSL über die ISDN-Leitung zu schicken wird nun DSL direkt an den Router gesendet, der dann über Ethernet und WLAN das Internet anbindet, sowie 2 Analoge Leitungen und ISDN. Eine Analoge Leitung wurde zu unserem Fax verlegt und die Telefone sind über die ISDN-Basis an den Router angeschlossen, der das alles letztendlich via VOIP über die DSL verschickt.

Telefonie

Die Telefone wurden aufgestockt um DSL voll auszunutzen. Die Telefone sind via DECT an die Basis-Station angeschlossen, so können sie in einem Radius von rund 70m überall verwendet werden. Die Basis kümmert sich um die verteilung der MSNs, sodass frei konfigurierbar ist, welche Telefone bei welchen angerufenen Nummern klingeln. Diese Freiheit ist ein großer Vorteil der ISDN-Infrastruktur. Des weiteren kümmert sich die Basis um den Anrufbeantworter. Es sind sogar interne Gespräche über die Basis möglich, die dann nicht die Internet-Verbindung beeinträchtigen. Bisher ist die Sprachqualität von VOIP gut und beeinträchtigt die Verbindung ins Netz kaum.

Netzwerkdrucker

Ab jetzt gehören riesige Peripheriegeräte auf jedem Schreibtisch auch der Vergangenheit an, da ein zentraler Netzwerkdrucker mit Fax und Scanner sich um alles kümmert. Da die Kommunikation eher modern über E-Mail und möglichst Papierlos erfolgt, ist er dem Bedraf ohne Problem gewachsen. Da das Multifunktions-Gerät direkt über Ethernet verbunden wird, ist auch kein Druckerserver nötig. Jeder kann über den eigenen Computer scannen, faxen und drucken. Außerdem kann man direkt am Gerät Faxe einscannen und verschicken oder Dokumente kopieren. Besonders schnell und einfach geht das dank dem ADF, der eine Seite nach der andren einzieht und scannt. Leider vermisse ich manchmal einige Vorzüge des Fotodruckers, wie die Extra-Schwarzpatrone, die die Fotoqualität deutich erhöt, und den automatischen 2-seitigen Druck (duplex).

Gigabit Ethernet

Da durch den Netzwerkdrucker die Ports des Routers überquillen würden, wurde auch gleich ein Gigabit-Ethernet-Switch angeschafft. Dieses vernetzt nun die PCs und macht eine 10x schnellere Überstragungsrate von mit netio gemessenen 115 MB/s verfügbar und dank Full-Duplex auch fast doppelt so viel. Da die PCs schon auf Gigabit-Ethernet ausgelegt waren und CAT5e/CAT6 Kabel verlegt wurden, können nun Dateien ohne weitere Wartezeit im Netzwerk gestreamt werden. Die 100-Megabit-Hardware, wie der Drucker, wird direkt am Router angeschlossen, der ja auch keine größeren Datenraten benötigt, da er ja nur für den (deutlich langsameren) Internet-Anschluss zuständig ist.

Jetzt fehlt eigentlich nurnoch ein NAS um die Dateien verfügbar und sicher speichern zu können.

Fileserver (Update 05-01-2010)

Inziwschen gibt es noch einen Fileserver mit 3 TB Festplatten und RAID. Somit sind die Festplatten teilweise gegen Ausfall gesichert. Die Daten können im Netzwerk über SMB und SFTP erreicht werden, es gibt öffentliche und persönliche Verzeichnisse. Außerdem kann eine VNC-Sitzung geöffnet werden, in der dann Torrents geladen werden oder Rechenaufträge gestartet werden können.

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