request_url_withoutHTTP=,canonical_url_withHTTP=,canonical_url_withoutHTTP=,request_url_withoutHTTP_realspaces=. Desktopdesign (Seite 1 von 1) « Tags « Blog « Bernhard Häussner
Bernhard Häussner
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UI Dos and Don'ts

12.03.2009, 19:27

Da ich aus meiner gewohnten Desktop-Umgebung durch das Update auf KDE 4 herausgerissen wurde, musste ich mir daher wieder einmal überlegen, welche UI-Features eigentlich die Produktivität steigern und welche weniger. Ich habe ich meine Ergebnisse hier festgehalten:

Compiz als 2D-Desktop-Lösung

Es hört sich vielleicht seltsame an, Compiz als 2D-Desktop-Lösung zu bezeichnen. Doch dieser Begriff zielt nicht darauf ab, die Effekte des Fenstermanagers zu beschreiben, sondern die Verbesserungen in der Desktop-Umgebung. Denn Compiz kann die Produktivität steigern, indem es weitere Desktops/Würfelseiten/Arbeitsflächen/Spaces oder wie sie immer heißen leicht zugänglich macht. Doch was bringt das? Ganz einfach, die Fenster sind nicht mehr wie gewohnt als Stapel auf dem Desktop, sondern viel mehr wie Steine eines Natursteinmauerwerks über die verschiedenen Arbeitsflächen verteilt. Die Einteilung in eben diese Arbeitsflächen macht eine klassifizierung möglich.

Und da kaum noch Fenster vollkommen von anderen Anwendungen verdeckt werden, fällt die dritte Dimension, nämlich die in die Bildschirmebene hinien, weg. Dadruch, dass sich mit dem Expo-Plugin jederzeit heraus zoomen lässt und Fenster einfach auf die Arbeitsflächen verteilt werden können, wird das auch praktikabel (was ich bei KDE4 noch vermisse). Man behält eine wesentlich bessere Übersicht und muss nicht immer nach Fenstern suchen.

Am Ende habe ich fast nie ein Programm gestartet. Anwendungen sind nicht Länger irgendwelche Icons im Startmenü oder Dock, sonder sie sind einfach sie selbst, geparkt auf einer Thematisch passenden Arbeitsfläche, nicht unter irgendwelchen Fenstern versteckt und repräsentieren sich selbst. Besser geht es kaum.

Widgets

Jeder braucht jetzt unbedingt Widgets, Dashboards, Screenlets. Doch was sollen diese mini-Anwendungen eigentlich nützen? Mir waren sie von Anfang an unsympathisch. Mal hängen sie auf dem Desktop herum, mal schweben sie in Wideget-Layern, doch im Endeffekt sind es nur Programme, wie sie sein sollten. Dediziert für eine spezielle Aufgabe und mit einem extrem angepassten UI. Außer dass sie auf ihren Bewegungsbereich festgelegt sind.

»Warum sind sie nicht normale Fenster? Damit sie 2D belieben!«
me

In ihrem Widget-Bereich, also dem Desktop oder dem schwarzen durchsichtigen Wasserfilm stehen sie nebeneinander. In meiner Desktop-Philisophie fallen sie aber leider trotzdem aus der Reihe, da jede Arbeitsfläche prinizipiell so ein Widget-Layer ist. Deshalb könnten sie genauso normale Fenster sein, aber nein, sie müssen sich ja als Plasma-Panels der Widgets oder Sidebars einschränken. Das ist unter Compiz ein Vorteil, da der Widget-Layer nichts anderes war, als eine übergeodnete oder alternative Arbeitsfläche, auf der man, wenn man will, auch Firefox platzieren kann. Die Widgets wiederum lassen sich auch überall platzieren, wie normale Fenster auch.

Docks und Iconbars

Zu nichs nütze. Um eine Icon-Leiste halbwegs benutzten zu können, muss man alle Programme und Funktionen irgendwie geordnet reinzeihen, sich die Icons merken, doch wieder herum suchen usw. Wenn ich ein Programm nicht oft benutze, weiß ich dann wie sein Icon aussieht? Nein. Ich suche ewig. Weiß ich wie es heißt? Vielleicht, dann kann ich es in die Suchleiste/Spotlight/KRunner eingeben. Wenn nicht - Ordner Programme öffnen und suchen. Die alphabetische Sortierung bringt mit jetzt garnichts.

Man könnte vielleicht Argumentieren - Ok, dieses blaue Icon mit dem Ps drauf, das kennt jeder. Doch jeder der das Icon kennt, weiß auch, was sich für ein Programm dahinter verbirgt, wie es heißt und wie es aussieht. Deshalb findet er es auch, wenn es schon auf einer Arbeitsfläche läuft, wenn er es in der Suchleiste eingibt oder in Kategorien sucht.

Und genau diese Kategorien machen für mich ein besondere Stärke des KDE-Menüs aus. Anwendungen sind sortiert nach ihrem Einsatzbereich und heißen nach ihrer Funktion. Wenn man einen Webbrowser will, dann schaut man unter Internet und öffnet Webbrowser (und nicht Expolorer, Safari und wie sie sich alle schimpfen). Wenn man das Programm kennt, erkennt man das Icon und kann auch den richtigen Webbrowser öffnen. Zudem sind die Kategorien ziemlich eindeutig, sodass man sich eigentlich sicher sein kann, wo man das gesuchte Programm findet. Und das funktioniert eben auch, wenn man ein Programm lange nicht mehr benutzt hat, ja sogar wenn man das Programm noch nie benutzt hat.

Aber was ist jetzt der Nachteil von Docks, außer dass sie keinen Vorteil bringen? Sie hängen überflüssig in der Gegend herum und ploppen auf, klappen hoch und wollen mit Icons gefüllt werden, was im Endeffekt nur aufhält.

Icons

Nur weil unmenschliche Ansammlungen von Icons sinnlos erscheinen, heißt das noch lange nicht, dass Icons generell sinnlos sind. Im Gegenteil. Sie erscheinen als visuelle Hilfen in Toolbars, weisen in Fehlermeldung auf die Schwere und Art des Fehlers hin und dienen als Status-Indikator. Nur was eben nicht passieren darf, sie als Alias anstatt Text einzusetzen. Denn jedes Icon kann fehlinterpretiert werden und auch wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, kann ein Piktogramm doch nicht alles sagen. Bei meiner Recherche über UI Design bin ich z.B. über eine „Down for Maintenance“-Meldung auf humanized.com gestolpert, die sich aber nicht sofort als solche identifizieren lies. Als ich nach Informationen zum „Humanized Reader“ gesucht habe, gelangte ich über einen Link auf diese Seite:

Humanized oder nicht - ohne icon problematisch

Humanized oder nicht - ohne icon problematisch

Da die Seite fast nur leer ist und größtenteils aus einem Header und einer Sitemap besteht und der eigentliche Content total untergeht, hielt ich die Seite zuerst für eine Projektübersicht. Dann habe ich ein paar Projekte in neuen Tabs geöffnet und auch die Seite des Readers. Nach dem Schließen des Tabs war ich - Überraschung - wieder auf der selben Seite. Was sich wie ein unwichtiges Motte gestaltet, war, wie ich dann bemerkte, der eigentliche Content der Seite. Was ist hier schief gelaufen? Was könnte man verbessern?

Zunächst einmal muss eine Webseite hauptsächlich aus Content bestehen. Das aktuelle Design meiner Seite wollte ich eigentlich wieder verwerfen, weil der Header auf kleineren Bildschirmen als meinem eigentlich zu groß ist. Im Endeffekt fällt jetzt der Header aber durch die dunkle Farbe (hoffentlich) etwas heraus. Und er wird auch nicht verschwendet, da er eine fast komplette Sitemap anzeigt. Dann folgt der Content in strahlendem Weiß - nicht unabsichtlich weiß, denn Weiß ist die Farbe des Contents. Alle Fenster, Textfelder etc. sind weiß (oder hell). Dann ist der Footer klar abgetrennt, indem er wieder dunkler gestaltet ist.

Während humanized.com den Footer sogar noch durch Farbliche Überschriften vor den Content stellt. Eine Infographik, die auf irgendeine Art den Fehler hervorhebt hätte natürlich auch viel weiter geholfen. Aber nur eine Infographik wäre wieder schlecht, da man nicht wüsste was für ein Fehler überhaupt aufgetreten ist. Man ertappt sich vielleicht auch manchmal, dass man eine Funktion im Menü wählt, einfach weil man das richtige Icon nicht findet. Icons also immer mit Text verbinden. Es gibt natürlich Ausnahmen: Play/Pause, RSS etc. dennoch nicht zu viel als bekannt annehmen.

Kontextmenüs

Eine Technik, die von vielen UI Designern vielleicht unterschätzt (räusper...Apple?) wird ist das Kontextmenü. Als ich mich bei Humanized umgeschaut habe, habe ich festgestellt, dass sie im wesentlichen KRunner und Linux wollen, aber es anscheinend nicht wissen oder wahrhaben wollen. Außerdem wollen sie zu ihrem Kontext immer alle möglichen Aktionen via eintippen verfügbar machen. Doch warum ständig eintippen?

Der Computer kann den Content recht gut erkennen (URL? Adresse?) und ein entsprechendes Kontext-Menü anbieten. So kann man in KDE sogenannte Auflappmenüs definieren. Diese funktionieren so: Man selektiert Text, klickt auf die Aufklapp-Taste (wenn man will auch Capslock oder irgendeine sinnlose Zusatztaste an der Maus, ich habe z.B. „Rollen“) und schon bietet Klipper verschiedene (konfigurierbare) Aktionen an.

Ähnlich funktionieren Kontextmenüs, die z.B. Rechtschreibprüfung oder andere Aktionen anbieten können. Auch das Kombinieren von Kontextmenüs mit Drag&Drop ist denkbar und wird schon z.B. beim Bewegen von Dateien verwendet. Zudem sind Kontextmenüs unsichtbar, d.h. sie rauben ihrem Kontext, also dem Content, keinen Platz.

Tableisten, Taskbars, Exposé

Es ist schon schlimm: Anstatt den Programmen genug Platz zu geben um sich auf den Desktops zu verbreiten, deplatziert man sie in Taskleisten, Tabs und Icons, die man dann kaum noch den Fenstern zuordnen kann, die keine Ordnung haben, die keine Funktion haben, als die dritte Dimension im Desktop benutzbar zu machen, welche sich ja auch als unbrauchbar herausgestellt hat. Und die Tabs sind dann nicht hintereinander, wie man das vielleicht erwarten würde, sondern völlig willkürlich nebeneinander platziert.

Man versucht sich natürlich zu helfen - mal mit Vorschaubildchen, mal indem man gleich nur deplatzierte Vorschaubildchen präsentiert, mal sind die Fenster auch in einem Stapel dargestellt. Doch am Ende ist es immer das selbe - anstatt ein Fenster mit seiner Position, seiner logischen Verankerung auf der Arbeitsfläche zu verbinden werden die Fenster durch gemischt und verstümmelt. Wer legt sich schon 5 DIN A4-Seiten auf den Schreibtisch und wenn er die nächste Seite ansehen will, packt er zuerst alle auf einen alphabetischen Stapel und schaut dann die Überschriften durch, bis die Richtige Seite gefunden ist und breitet dann alles wieder aus. Das macht keinen Sinn. Stattdessen legt man die Blätter nebeneinander auf dem Schreibtisch aus, ähnliche Quellen zusammen, mehrere Seiten in ihrer Reihenfolge und wenn man wo anders weiter Lesen will, löst man sich aus der Vertiefung ins aktuelle Dokument, verschafft sich von etwas weiter weg einen Überblick und man findet und liest das andere Dokument.

Am Computer geht das sogar noch weiter - man hat ohne Probleme mehrere Schreibtische: Genau wie man sonst einen Esstisch, einen Computertisch, eine Werkbank und eine Leinwand hat, kann man am Computer Anwendungen in Desktops zusammenfassen. Systemübergreifende Taskleisten, die schnell und einfach über das wichtigste informieren, z.B. tray icons schaffen dann die Verbindung - wer will schon am Computer sitzen, wärend in der Küche das Essen verbrennt.

Compiz schafft es sehr erfolgreich auch das wechseln zwischen den Arbeitsplätzen einfach und schnell zu gestalten mit entsprechender Konfiguration.

Ich denke die meisten Misskonzeptionen sind noch Überreste von alten Zeiten. Als man in Windows 3.11 die Fenster nur in Desktopsymbole umwandeln konnte, schien es eine Lösung für die unbenutzbaren Fensterstapel am unteren Bildschirmrand eine Leiste anzubringen mit allen laufenden Programmen. Doch die Programme wurden immer mehr und vielseitiger. Heute kann man auf ganz andere Möglichkeiten zurückgreifen, auch diese Programme zu verwalten und man sollte sie auch nutzen.

Kommentare: keine

Webbrowser-Toolbars im Vergleich

26.02.2009, 18:47

Ich finde es interesant, wie sich Webbroser von einfachen Anwendungen zum Anzeigen von Webseiten mit Vor- und Zurückbutton zu sehr spezialisierten Tools mit Tabs, Volltext-History-Suche, Häufig besuchten Seiten als Vorschaubildchen und erweiterten Vorschlägen beim Tippen in der Adresszeile entwickelt haben. Hier deshalb einige Screenshots der Toolbars meiner aktuellen Browser:

Es scheint sich zu bewähren auf eine Menüleiste komplett zu verzichten. Habe ich sogar bei mir im Firefox so eingestellt. Außerdem werden Reload und Stop gerne zusammengelegt. So sieht das Ganze dann bei mir aus:

Updates 2009-06-09

Updates 2009-11-09

Updates 2009-11-19

Updates 2010-04-26

Updates 2010-06-24

Updates 2011-09-29

Updates 2014-05-02

Fünf Jahre später: Während bei der Erstellung dieses Posts ca. jährlich eine Browser-Version mit vielen neuen Features und einer größeren Umstellung des UI heraus kam, werden heute teilweise Versionen im Monatstakt veröffentlicht. Firefox geht immer weiter in Richtung Chrome. Buttons wurden entfernt, Oberflächen vereinfacht. Surfen ohne Tabs ist heute unvorstellbar. Im Jahr 2009 noch eine Rarität, sind heute Webbrowser auch auf dem Mobiltelefon üblich.

Updates 2016-08-19

Nicht nur die Browser-Toolbars haben sich geändert, auch mein Flickr-Benutzername.

Ich will nicht wissen, wie der Post in 10 Jahren aussieht. Oder doch? Habt ihr euren Browser auch angepasst? Wie? Warum nicht?

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Compiz bringt Productivity!

11.12.2008, 19:09

Man kennt das ja von Dingen, die gut aussehen: Sie bringen nichts. Außer eben gut aussehen. Vor allem Gadgets und Apple-Prudukte sind davon betroffen. Nicht so der Windowmanager Compiz. Man muss ihn eben richtig einstellen, und da will ich mal ein bisschen Inspiration geben:

Jeder, der einmal einen stolzen Macbook-Besitzer gesehen hat, wie er mit allen zehn Fingern auf seinem Tatschpad herum gewühlt hat, oder den Business-Man, wie er auf seinem Smartphone herum doktert, fragt sich, wozu man eigentlich noch eine Maus hat. Doch dieses altbewährte Zeigegerät hat mehr als genug Stärken und die sollte man auch nutzen. Am besten möglichst häufig, und da trifft es sich gut, dass sich im Compiz Settings Manager zu fast allen Aktionen Maustasten zuweisen lassen.

Doch wozu was zuweisen? Nichts beschleunigt die Arbeitsgeschwindigkeit wie weitere Monitore auf dem Schreibtisch. Doch da der Platz meistens (hier nicht so) eher begrenzt ist, nutzt man alternativ virtuelle Bildschirme. Diese Lassen sich bei Compiz' standard Einstellung nur mit STRG+ALT+Links/Rechts wechseln. Das ist ziemlich aufwändig, hier muss etwas schnelleres her. Zuerst wird STRG+ALT auf SUPER (=Windowstaste) umgestellt, falls man nicht schon viele andere Shortcuts auf dieser Taste hat. Das hilft dann leider nur, wenn man gerade mit der Tastatur arbeitet. Also etwas mit der Maus: Am Bildschirmrand scrollen. Dazu bei Rotate Cube, Bindings, Rotate Left die Seiten anwählen und auf Button4 (Scrollrad Oben) stellen, bei rechts analog nur mit Button5 (Scrollrad Unten). So lässt sich schon schnell durch die Desktops scrollen. Dann hab ich noch bei Initiate eingestellt, dass beim gedrückt halten des Scrollrads (Button2) am Rand der Würfel frei rotierbar ist.

Doch man hat ja generell auch mehrere Fenster offen. Es empfiehlt sich das Scale-Plugin auf eine der Bildschirmecken zu legen. Nur ich verliere im Fenstergewirr so ab sieben Fenstern trotzdem schnell die Übersicht, dagegen kann man die verschiedenen App-Switcher auf die Seitenränder legen. So wechsle ich mit dem normalen Alt+Tab-Switcher durch die Fenster der Arbeitsfläche, wenn ich am unteren Bildschirmrand scrolle. Wenn ich mit der Maus an die obere Kante fahre und rechtsklicke öffnet sich der Shift-Switcher, mit dem man im Vista-Style oder im Cover-Flow-Style durch die Fenster scrollen kann. Das dürften erstmal genug Methoden sein das Fenster zu wechseln.

Auf die untere linke Ecke habe ich Show Desktop gelegt, die untere rechte Ecke bleibt unvergeben, da man sonst beim Aufrufen des Menüs zu oft hinein kommt. Recht nützlich ist es auch das Expo-Plugin auf eine Ecke zu legen, es verschafft einen schnellen Überblick über die Arbeitsflächen und man kann schön die Fenster umherziehen.

Zusätzlich kann man den Seiten noch Aktionen für die linke/rechte Maustaste zuweisen, falls man noch Plugins hat, die man öfters benutzt. So zeigt sich mein Widget-Layer (Dashboard), wenn ich am unteren Bildschirmrand klicke. Mancher hat vielleicht auch noch zusätzliche Tasten an der Maus, die könnten das Gewirr mit den Rändern sparen. Übrigens, wenn man am Rand und an den Ecken Aktionen auf Berührung ausführen will, dann ist es fast Glückssache, die richtige Aktion zu bekommen. Deshalb benutze ich bei den Rändern immer Maustasten als Auslöser.

Überblick

Hier ein kleiner Überblick, was ich wo hin gelegt habe:

  • An seitlichen Rändern scrollen: Arbeitsflächen wechseln
  • An seitlichen Rändern Scrollrad gedrückt halten: Würfel rotieren
  • An seitlichen Rändern Rechtsklick: Fenster auf Arbeitsfläche mitnehmen.
  • Unten Scrollen: Normales Fensterwechseln
  • Oben Rechtsklick: Shift-Switcher über alle Arbeitsflächen
  • Ecke links-oben: Expo
  • Ecke rechts-oben: Scale
  • Ecke rechts-unten: Zeige Desktop
  • Ecke links-unten: bleibt frei
  • Am unteren Rand klicken: Widget Layer

Und alle geänderten Einstellungen als .profile-Datei exportiert:

Viel Spaß beim produktiven eye-candy Mausschubsen.

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Kate - mein geliebter Editor

27.10.2008, 22:54

Man hat als (Web-)Developer ja immer ein bisschen das Problem sich eine geeignete Arbeitsumgebung zu schaffen, weil es einfach nicht „die“ IDE gibt. Als Ruby on Rails Benutzer hat man die Wahl zwar sehr leicht, wenn man sehr ausgefallen ist und Java verwendet, führt fast nichts an Eclipse vorbei, doch ich bleibe lieber bei PHP. Und da ist der Markt irgendwie sehr unübersichtlich:

Natürlich zählen Subversion, CVS, vi, Apache und MySQL ganz gut zur Entwicklungsumgebung, aber ich will hier eher auf das Programm eingehen, das man am häufigsten braucht: Den Code-Editor.

Um PHP zu entwickeln kann man natürlich auf die - meist rudimentären - Möglichkeiten des ein oder anderen HTML-Editors zurückgreifen. Nur ist für mich ein HTML-Editor nicht mehr so aktuell, da ich HTML irgendwie fast im Schlaf beherrsche. Ich will nicht mehr unbedingt die Buttons für Überschriften usw. , oder gar einen WYSIWYG-Editor. Denn heutzutage braucht man für das Layout fast nur divs und den Content kann man ja dann wieder mit dem HTML-Editor oder im CMS basteln... wenn man will.

Dann gibt es natürlich auch diverse spezielle PHP-Editoren mit nettem Syntax-Highlighting und erweiterten Ersetzungs-Features. Diese sind teilweise mit Datei-Outlining, Projektverwaltung und ähnlichem Schickschnack voll gepackt, dass sie schon fast überladen wirken. Die Spitze des Eisbergs bildet hier wohl das hochwertige Programm UltraEdit, das auch gleich noch FTP-Client, SQL-Tools und viele weitere Features oben drauf setzt.

Jedoch sind diese PHP-Editoren kaum noch zu gebrauchen, wenn man etwas anderes als PHP, HTML usw. machen will. Hier kommt dann Kate ins Spiel. Der erweiterte KDE-Editor kann die Syntax von fast allen denkbaren Programmier- und Auszeichnungssprachen, farblich hervorheben. Darunter HTML, XML, PHP, SQL (sogar MySQL/PostgreSQL-spezifisch), Apache-Konfiguration, CSS, JavaScript, und ausgefallenes wie MediaWiki. Hinter Kate steckt also ein sehr allgemeiner Ansatz. Damit kommt einher, dass man leider auf direkte Implementierung für FTP-Client, Dokument-Outline oder anderes sehr PHP-spezifisches verzichten muss.

Doch das wird eigentlich recht schnell mit der Terminal-Funktion ausgehebelt. Über diese lassen sich dann letztendlich auch SVN oder CVS und eigentlich alle Kommandozeilenprogramme benutzten. Das Terminal cd"ed auch automatisch in den Ordner der gerade offenen Datei.

Das Terminal ist aber nur ein Beispiel, wie sich Kate perfekt in KDE bzw. „Linux“ integriert. Man kann auch Datei-übergreifend suchen und in einer Sidebar in Ordnern browsen. Achja, diese „Ordner“ beinhalten natürlich auch FTP, Webdav, Zip- und komprimierte Tar-Archive, sowie weitere Protokolle. Eben alle Protokolle, die z.B. Konqueror durch die KIO-Slaves auch kann. Dank SFTP kann man sogar auf Servern arbeiten, wo man nur ssh-Zugriff hat, das bedeutet nie wieder Putty- oder CLI-Herumirren.

Natürlich hat Kate auch sonst fast alle Funktion, die man sich so wünschen kann. In Tabs oder der Sidebar können mehrere Dokumente offen sein, an denen man parallel arbeiten kann und die alle gleichzeitig gespeichert werden können. Die offenen Dokumente werden dann in der Sitzung gespeichert. Auch Rechtschreibprüfung, auto-Vervollständigung, automatische Einrückung (mehrere Stile), und Ersetzen mit regulären Ausdrücken gehören zum Editor.

Besonders hilfreich ist auch immer die Integration mit Klipper. Klipper ist unter KDE ein Hilfsprogramm für die Zwischenablage. Es merkt sich automatisch den letzten markierten Text, der dann mit mittlerer Maustaste eingefügt werden kann. So ist sehr schnelles Copypaste möglich. Besonders nützlich kommt dann auch die History-Funktion von Kipper: Über eine Einfügen-Taste in der Symbolleiste kann man ein Menü öffnen und von dort aus den letzten markierten Texten wählen. Wenn man also im Internet oder in der Dokumentation recherchiert, markiert man einfach hin und wieder Funktionen oder Codesnippets die vielleicht nützlich sein könnten. Dann kann man sie später, dank Klipper, wieder aus dem Menü wählen und schnell in den eigenen Code einfügen. Das hilft enorm weiter, wenn man viel mit APIs arbeitet, oder mit altem Code, oder die Dokumentation braucht, oder, oder, oder... eigentlich immer.

In Kate habe ich irgendwie meinen perfekten Editor gefunden. Nicht so überladen, allgemein brauchbar. Nur manchmal fehlt eben noch ein bisschen das Eclipse-Feeling:

Als kleiner Ausblick: Ich habe eigentlich noch keinen PHP-Editor gefunden, der Ordentlich auto-Vervollständigen betreibt. Von Eclipse kennt man das ja, dass man fast immer das Vorgeschlagen bekommt, was man eigentlich wollte. Nut mit PHP hat das noch keiner so recht hin bekommen. Die Sichtweite ist irgendwie immer falsch, includes und autoload fast unerreichbar. Die Anzeige der Dakumentation in der Vervollständigung bei Eclipse habe ich auch immer sehr geschätzt. Wie auch immer, man muss immer seine Klassen und Funktionsaufrufe im Kopf haben, was bei großen Projekten mit vielen Includes sehr schnell zum Problem werden kann. Auch das „refractoring“, hier das Projektübergreifende Umbenennen von Variablen, Funktionen etc. kommt manchmal sehr praktisch zur Hand - in Eclipse. Bei Eclipse kann man auch mit klick auf die Variablen/Klassen zu ihrer Deklaration kommen, was sehr viel herum Suchen erspart. Für PHP gibt es derartige „globale Tools“ irgendwie noch kaum. Naja, man kann ja Erweiterungen für Kate schreiben, außerdem ist es OSS.

PS: Wenn ich die Funktion für Bilder im CMS habe, füge ich auch noch ein paar Screenshots ein...

Edit: Die Bilderfunktion ist jetzt da!

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