VNC mit openSUSE oder Debian Linux (Howto)
Die Verwendungsmöglichkeiten einer Remote-Desktop-Lösung reichen von Fernadministration bis Support. VNC erlaubt den Fernzugriff auf graphische Benutzeroberflächen. Eine Kurzanleitung zur Installation von VNC-Server und -Client unter openSUSE und/oder Debian:
Server
Zunächst benötigt man auf dem Server (der Computer dessen Bildschirm übertragen werden soll) einen VNC-Server, wie z.B. x11vnc:
sudo zypper install x11vnc #oder Debian: sudo aptitude install x11vnc
Als nächstes legt man eine Passwort-Datei an, in der das Passwort für den Fernzugriff gespeichert wird:
mkdir ~/.vnc x11vnc -storepasswd ~/.vnc/passwd #(fragt nach einem neuen Passowrt) chmod 0600 ~/.vnc/passwd
Da die Firewall den benutzen Port 5900 blockieren sollte, wird das Passwort nur gebraucht, da sich nicht jeder Benutzer des Server-Computers in den Desktop einklinken können soll. Nun könnte auf dem Server schon der VNC-Server gestartet werden, doch das mache ich dann vom Client:
Client
Zunächst stellen wir sicher, dass es ein VNC-Client installiert ist:
sudo zypper install tightvnc #oder Debian: sudo aptitude install xtightvncviewer
Da die Verbindung sicher sein soll und Firewalls umgehen soll, wird das ganze über SSH getunnelt (Mehr zum SSH-Tunnel am Beispiel MySQL), und der Server gleich mit gestartet, durch dieses kleine Script: (Es setzt eine konfigurierte OpenSSH Public Key Authentication voraus)
#!/bin/bash SSHLOGIN=user@vncserver ssh -L 5900:localhost:5900 $SSHLOGIN "x11vnc -localhost -display :0 -rfbauth ~/.vnc/passwd" & sleep 3 vncviewer localhost
Optional kann man auch die SSH-Option -C angeben, die bei Netzwerkverbindungen mit geringer Bandbreite (Internet) die Daten komprimiert und somit alles schneller läuft. Theoretisch.
Arbeitet man auf verschiedenen remote Desktops kann man $SSHLOGIN durch $1 ersetzen und dann das Script mit der passenden User/Server-Kombination für SSH starten.
Das Script verlangt die Eingabe des des oben gesetzten VNC-Passworts, dann müsste der Remote Desktop zu sehen sein.
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Genau das habe ich bisher auch gedacht!
Aber denn hatte ich das torrent-GUI am laufen (wie man im Screenshot sieht), und keine Lust ständig zum Server zu rennen. Und torrent mit ncurses muss ja auch nicht gerade sein; Blender ist auch recht nervig über die CLI.
Für die Alltagsdinge hingegen ist ssh immer noch schneller.
Ich hab immer einen VNC-Listener laufen, damit ich Fernwartung per Single-Click-Programm bei Kunden machen kann. Die haben nämlich unterschiedliche Betriebssysteme und SSH geht manchmal auch nicht durch die Firewall.
Geht unter Ubuntu viel einfacher, weil es komplett über die GUI verwaltet werden kann.
Nein. ;)
Das von Ubuntu verwendete "vino" gibt es auch in der Gnome-Version von OpenSUSE. Auch unter KDE4 gibt es ein GUI namens "krfb". Die GUI-Verwaltung ist somit nichts Ubuntu-Spezifisches.
Siehe auch: Informationen zu VNC unter Ubuntu http://wiki.ubuntuusers.de/VNC
Allerdings ist hier "komplett" nicht ganz richtig: Die Konfiguration der Firewall und des Routers muss zusätzlich vorgenommen werden.
Hier setzt die, in diesem Blogeintrag gezeigte, sichere & einfache Alternative ein: Den VNC-Traffic mit SSH zu tunneln. Auch dafür haben GUI-Fans mindestens einen Gnome- und einen KDE SSH Tunnel Manager geschrieben.
Jedoch sind viele Linux-User ohnehin Kommandozeilen-erprobt, das zeigt z.B. der - zugegeben etwas ironische - Kommentar von Chris oben. Diesen ergeht es wohl ähnlich wie mir: Das Installieren und Durschauen solcher GUIs wird nicht als einfacher empfunden. Lieber arbeitet man mit bekannten CLI-Methoden. Sogar im oben verlinkten Wiki-Artikel von ubuntuusers.de wird der Prozess mit SSH usw. ohne Verwendung von GUIs beschrieben.

